Häufig gestellte Fragen – FAQ

Wie viel VCI muss in die Verpackung eingebracht werden?

Das zu schützende Bauteil, bzw. das zu schützende Volumen, muss komplett von einem EXCOR-aktiven Material umhüllt sein. Ist eine komplette EXCOR-Umhüllung gegeben, muss (bis zu einigen Kubikmetern) kein zusätzliches VCI-Material eingebracht werden. Allerdings hängt das auch von dem verpackten Gut ab: Befinden sich daran schwer zugängliche Bereiche, sollte mit den Spendern UNICO oder EMIBO lokal unterstützt werden.  

Muss ein Wirkabstand oder eine Wirkrichtung beachtet werden?

Alle EXCOR-Produkte sind beidseitig wirksam, d.h. jede Seite kann zur Metalloberfläche gebracht werden.
Dies erhöht die Anwendungssicherheit. Ein spezieller Wirkabstand ist nicht zu beachten. 

Was passiert nach dem Auspacken mit dem VCI?

Nach dem Entfernen der EXCOR-Verpackung verflüchtigen sich die auf der Metalloberfläche vorhandenen VCI-Wirkstoffe innerhalb von 1–2 Stunden. 

Ist VCI-Papier besser als VCI-Folie? Welche Unterschiede bestehen?

Beide Produkte enthalten die identischen EXCOR VCI-Wirkstoffe, abgestimmt auf das jeweilige Trägermaterial. Die Unterschiede sind werkstoffspezifisch: Papier gibt den VCI-Wirkstoff schneller ab als PE-Folie, besitzt jedoch einen geringeren Depotcharakter. Ebenso besitzt PE-Folie eine Wasserdampfsperrwirkung, während trockenes Papier Feuchtigkeit bereitwillig aufnimmt. Der jeweilige Einsatz sollte sich nach dem zu schützenden Gut und den verpackungstechnischen Gegebenheiten beim Hersteller richten.
Wir beraten Sie gerne.

Können EXCOR-Produkte wiederverwendet werden?

Alle trockenen, sauberen und unbeschädigten EXCOR-Produkte lassen sich wiederverwenden. Zu beachten sind die werkstoffspezifischen
Unterschiede zwischen PE-Folie, Schaum und Papier. Da der Depotcharakter von VALENO größer ist als zum Beispiel von ABRIGO, kann
die VALENO-Folie je nach Anwendungsbedingungen mehrere Jahre wieder verwendet werden. 

Besteht ein gesundheitliches Risiko beim Einsatz von VCI?

Alle EXCOR-Produkte wurden von unabhängigen Instituten überprüft und sind als „physiologisch indifferent" (gesundheitlich unbedenklich) eingestuft. Alle Produkte erfüllen die Wassergefährdungsklasse 0.
Die entsprechenden Gutachten stellen wir gern zur Verfügung.

Wie dicht muss die VCI-Verpackung sein?

Je dichter die Verpackung, desto besser ist der Korrosionsschutz. Verletzungen der Folienumhüllung können mit einem Klebeband geschlossen werden. Eine Luftabsaugung oder Folienschweißnaht ist nicht erforderlich.
Der Zutritt von blankem Wasser in die Verpackung muss allerdings verhindert werden.

Wie lange ist der VCI-Korrosionsschutz wirksam?

Ein Korrosionsschutz von über 10 Jahren ist möglich, wenn die Verpackung so gestaltet ist, dass die EXCOR-Wirkstoffe die Verpackung nicht verlassen können. Je dichter die Umverpackung ist, z. B. durch eine geschlossene Holz- oder Metallkiste, desto länger wirkt der Korrosionsschutz. Bei Verpackungen, von denen eine mehr als zweijährige Schutzwirkung erwartet wird, sollte EXCOR an der Gestaltung beteiligt sein.

Woher weiß ich, ob meine Produkte die Voraussetzungen für den VCI-Schutz erfüllen? 

In Zweifelsfällen sollten Sie EXCOR ansprechen. EXCOR verfügt über weitreichende Prüfmöglichkeiten, mit denen sich innerhalb kurzer Zeit sicher feststellen lässt, wie das jeweilige Teil optimal zu schützen ist. Kunden  können bei handlichen Teilen auch Eigenversuche anstellen: Verpacken Sie identische Teile zeitgleich und unter gleichen Bedingungen ein Mal in Normalfolie und ein Mal in EXCOR-Folie. Lagern Sie diese Teile anschließend einige Tage unter einem Schleppdach. Lassen sich an dem in Normalfolie verpackten Teil Korrosionszeichen feststellen und an dem in EXCOR-Folie verpackten keine, so kann davon ausgegangen werden, dass der Zustand des Teiles die Voraussetzung für den Schutz mit EXCOR VCI erfüllt.

Sollten für unterschiedliche Metalle unterschiedliche VCI-Wirksysteme eingesetzt werden?

Korrosionsvorgänge entwickeln sich metallspezifisch. Vor diesem Hintergrund bietet EXCOR neben den marktüblichen Multimetallschutzsystemen
auch metallspezifische VCI-Systeme an. Damit lässt sich, je nach Produkt, die Wirkung des VCI-Korrosionsschutzes noch weiter erhöhen.
Metallspezifische VCI-Systeme von EXCOR verfolgen folgende Zielsetzungen:

  • Eisenmetalle: Stabilisierung der Passivoxidschicht und Ausbessern von Mikrodefekten
  • Kupfer: Ausbildung stabiler Konversionsschichten
  • „Tailormade“: auf das Metall abgestimmte Kombinationen kathodisch und anodisch wirkender Inhibitoren

Welches EXCOR Wirksystem eignet sich am besten für welches Metall?

 

  • Typ E: Stahl, Stahlguss, teilverzinkter Stahl, Cr, Al 4xxx (Si > 7%), Gusseisen

  • Typ NE C: Cu, Messing, Al 2xxx (Cu) und 5xxx (Magnesium) möglich

  • Typ NE S: Ag, Cu, Messing, Al 2xxx (Cu) und 5xxx (Magnesium) möglich

  • Typ MM: Stahl, verzinkter und verzinnter Stahl, Cu, Messing, Aluminium 2xxx (Cu), 5xxx (Mg), 6xxx (Mg, Si), 7xxx (Zn), weitere Al Legierungen nach Rücksprache, Kombinationen der o.g. Metalle

  • Typ A: Stahl, verzinkter und verzinnter Stahl, Cu, Messing, Aluminium 2xxx (Cu), Mg Legierungen möglich, Gusseisen